Ein schwarzer Freitag für die Frauenpolitik
06.06.2005: Schwerin/MVr Die Konferenz der Gleichstellungs-und FrauenministerInnen der Länder (GFMK) hat am Freitag beschlossen, sich aufzulösen. Nach dem Willen der CDU geführten Länder soll Frauen - und Gleichstellungspolitik mit der Jugend- und Familienpolitik beraten werden.
Brigitte Pleß, Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen(ASF): "Dies ist ein Skandal. Gerade zu einem Zeitpunkt zu dem die CDU erstmals eine Kanzlerkandidatin in der Geschichte der Bundesrepublik benennt, wird die Frauenpolitik abgeschafft. Es ist eindeutig, die CDU will dieses Politikfeld nicht."
Welche Fachkonferenz, ob Innen-,Wirtschafts- oder Finanzminsterkonferenz , würde sich selbst abschaffen und ihr Politikfeld als unwichtig oder überflüssig erklären. Der Frauen- und Gleichstellungspolitik gerade jetzt in wirtschaftlich schwierigen Zeit, in der u.a. die sozialen Sicherungssysteme auf dem Prüfstand stehen, ihr wichtigstes Länder koordinierendes Gremium zu entziehen, grenzt an Selbstenthauptung.
Doch dies hat System. In vielen CDU geführten Ländern wurden bereits die Frauenabteilungen aufgelöst. Fortschrittliche Frauenpolitik passt nicht ins politische Konzept der CDU, daran ändert auch eine Kanzlerkandidatin nichts.
MVregio Schwerin sn/mv
Lesen Sie dazu - Leserbrief zu Ein schwarzer Freitag für die Frauenpolitik (14.06.2005)
