Tier des Monats Januar- Schneeleopard
17.01.2006: Rostock/MVr Der sehr gebräuchliche Name Schneeleopard und das gefleckte Fell führen zu dem Irrtum, der Schneeleopard wäre ein Leopard oder doch ein enger Verwandter des Leoparden.
Dabei hat der Schneeleopard durch eine Reihe von Besonderheiten unter den großen Katzen eine gewisse biologische Sonderstellung. Die Bezeichnung IRBIS ist deshalb sinnvoller.
Der einsame Jäger In vegetationsarmer Landschaft mit schroffen Felsen und in 1500 bis 5000m Höhe leben und jagen die Schneeleoparden. Ihre Beutetiere sind vor allem Wildschafe. Unter solchen Bedingungen braucht jeder Schneeleopard ein großes Jagdgebiet, und an ein längeres Zusammenleben mehrer Tiere ist nicht zu denken. Werden zwei Tiere gesichtet, so sind das "Hochzeiter" oder eine Mutter mit Jungen. Als Schlaf und Wurfplätze dienen geschützte Stellen in Felsspalten oder unter -überhängen. Erhöhte Felsabsätze und Baumstämme nutzen sie gern als Ruhe- und Sonnenplätze. Das ist auch im Rostocker Gehege sehr häufig so. Haben Sie den Schneeleoparden auf seinem "Hochsitz" entdeckt?
Der Mensch - die große Gefahr Sein schönes dichtes Fell und der Aberglaube machen ihn in den Augen der Einwohner Mittelasiens zu einer gesuchten Jagdbeute. Naturschützer versuchen unterstützt durch Verbände wie den WWF und den NABU, den weiteren Rückgang der Irbis-Bestände durch eine intensive Arbeit mit Wildhütern aufzuhalten.
Schneeleoparden im Rostocker Zoo Zwar gab es in den 60er Jahren schon einmal Schneeleoparden in Rostock, aber erst seit 1989 leben sie durchgängig hier. Der Schneeleopardenmann "Shan" ist 1994 in Krefeld geboren und seit 1996 in Rostock. Seit 2001 lebt das Weibchen "Shila" mit ihm zusammen. Es ist im Zoo Basel geboren. Leider fehlt noch immer der erhoffte Nachwuchs. Beide leben sehr friedlich zusammen, vielleicht "zu friedlich". Deshalb wurden sie vor der kommenden Paarungszeit ( Februar/März) voneinander getrennt, um sie für die "spannende Zeit zu motivieren".
MVregio Rostock mv/hro
