Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige:
Anzeige:

Linken-Bundestagsabgeordneter erreicht Sperrung von Wikipedia.de

16.11.2008: Hamburg/Lübeck/MVregio Der Linken-Bundestagsabgeordnete Lutz Heilmann hat eine richterliche Sperrung des Online-Lexikons "wikipedia.de" erwirkt.

Wie der Verein auf seiner Homepage am Samstag mitteilte, hat das Landgericht Lübeck Wikimedia Deutschland e.V. per einstweiliger Verfügung vom 13. November untersagt, "die Internetadresse wikipedia.de auf die Internetadresse de.wikipedia.org weiterzuleiten" - solange "unter der Internet-Adresse de.wikipedia.org" bestimmte Äußerungen über Heilmann vorgehalten werden.

"Bis auf weiteres muss das Angebot auf wikipedia.de in seiner bisherigen Form daher eingestellt werden", erklärte Wikimedia Deutschland. Wer dennoch das Online-Lexikon nutzen möchte, muss nun direkt über die Seite www.wikipedia.org gehen. Der Verein kündigte an, gegen den Beschluss des Gerichts Widerspruch einzulegen.

Einem Bericht von "Spiegel online" zufolge sind vier Passagen in dem Wikipedia-Eintrag über den Linken-Politiker Heilmann Hintergrund dieser Verfügung. Sie beträfen im Wesentlichen den beruflichen und politischen Werdegang des 42-jährigen Bundestagsabgeordneten, berichtet der Online-Dienst unter Berufung auf Thorsten Feldmann, Anwalt der Berliner Kanzlei JBB, die den Verein Wikimedia vertritt.

Heilmann wurde 1966 in der DDR in Zittau (heute Sachsen) geboren. Er zog 2005 über die Landesliste Schleswig-Holstein für die PDS, eine der Vorgängerparteien der heutigen Linken, in den Bundestag ein.

MVregio Landesdienst mv/hh/hl

Leserbrief schreiben | Artikel verschicken | Artikel drucken

Artikel erstellt: 15.11.2008, 18:30, 1670 Anschläge

Anzeige: