NPD meldet für Samstag Demonstration in Ludwigslust an
31.05.2007: Berlin/MVregio Nach dem Versammlungsverbot in Schwerin versucht die rechtsextreme NPD offenbar mit ihrem Aufmarsch gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm nach Ludwigslust auszuweichen.
Wie der Berliner "Tagesspiegel" (Freitagausgabe) vorab berichtete, hat ein Mitglied der NPD-Landtagsfraktion für Samstag in der mecklenburgischen Kleinstadt eine Demonstration mit 1800 Teilnehmern angemeldet. Darüber hinaus wehre sich die NPD mit einem Antrag beim Verwaltungsgericht Schwerin gegen das Verbot der Demonstration in der Landeshauptstadt.
Das Landratsamt Ludwigslust berate jetzt, wie mit der Anmeldung der NPD für die Ausweichdemonstration umzugehen sei. Die NPD will dem Bericht zufolge unter dem Motto "Für Meinungs-, Rede- und Versammlungsfreiheit" durch die Stadt ziehen. Am Samstag findet in Rostock eine Großdemonstration von Globalisierungskritikern gegen das Gipfeltreffen in Heiligendamm statt.
Der Schweriner Oberbürgermeister Norbert Claussen (CDU) hatte am Mittwoch den für Samstag geplanten Aufmarsch der NPD und der drei angemeldeten Gegendemonstrationen verboten. Von den etwa 3700 benötigten Polizisten seien nach einer deutschlandweiten Anforderung nur rund 1900 zugesichert worden, hieß es zur Begründung.
MVregio Landesdienst mv/b
