Sanierung des Caspar-David-Friedrich-Zentrums angelaufen
12.03.2010: Greifswald/MVregio Die Erweiterung des Caspar-David-Friedrich-Zentrums in der Greifswalder Innenstadt geht zügig voran. Wie das Immobilienverwaltungsamt mitteilte, haben bereits erste Entkernungsarbeiten begonnen.
Die Ausführungsplanung liege vor, sie sei von der CDF-Gesellschaft bestätigt worden. Gegenwärtig würden die ersten Aufträge für Rohbau, Gerüst, Fenster und Elektroarbeiten vorbereitet. Ziel sei es, Mitte April mit den Umbauarbeiten zu beginnen. Bis Jahresende soll die Sanierung abgeschlossen sein.
Der Maler Caspar-David-Friedrich ist zweifellos der berühmteste Sohn Greifswalds. Gäste aus dem In- und Ausland suchen die Begegnung mit dem großen Künstler der Romantik, der seine Geburtsstadt weltberühmt machte. Greifswald kann mit vielen authentischen Spuren aus Friedrichs Leben aufwarten - im Mittelpunkt steht dabei die ehemalige Seifensiederei seines Vaters, das heutige Caspar-David-Friedrich-Zentrum. Das zum Teil noch original erhaltene Gebäude soll nun saniert und ausgebaut werden. Das Ministerium für Verkehr, Bau und Landesentwicklung Mecklenburg-Vorpommern hat im April 2009 im Rahmen des Konjunkturpakets II die Vollsanierung des Zentrums in sein Förderprogramm aufgenommen und 553.000 Euro in Aussicht gestellt. Greifswald gibt als 15-prozentigen Eigenanteil 83.000 Euro dazu.
Das gesamte Gebäudeensemble in der Langen Straße 57 wird nun für eine umfangreichere Präsentation umgestaltet. Dazu wird auch das Vorderhaus einbezogen, auf dessen Fundament das Geburtshaus des Malers stand. Durch eine Verbindung zwischen dem Vorderhaus zur jetzigen Seifensiederei wird die bestehende Ausstellungs- und Präsentationsfläche erheblich erweitert und ein Rundgang durch die Gesamtausstellung ermöglicht. Dafür wird die Decke zum Kellergeschoß und zum 1. Obergeschoss geöffnet und eine große, flexibel nutzbare Einheit geschaffen. Zugleich wird der Haupteingang von der Turmgasse zur Haupteinkaufsmeile in der Langen Straße verlegt. Ziel ist es, das Zentrum noch attraktiver zu gestalten und mehr Besucher anzuziehen. Derzeit besuchen jährlich rund 6.000 Gäste das Museum.
Die seit 1993 bestehende Friedrichsche Seifensiederei wurde mit Mitteln der Krupp von Bohlen und Halbach Stiftung zum Caspar-David-Friedrich-Zentrum ausgebaut und wird seit 2004 durch die Caspar-David-Friedrich-Gesellschaft betrieben.
Das Konzept zum Friedrich-Zentrum gehört zu den Modellvorhaben der Landesregierung im Rahmen der Initiative ZukunftsStandorte. Die Erweiterung des Zentrums ist nur ein Teil des Projektes "Caspar David Friedrich" in Greifswald. Insgesamt umfasst das Modellvorhaben drei Schwerpunkte:
- Sanierung Lange Str. 57 und Erweiterung des Caspar-David-Friedrich-Zentrums unter Einbeziehung des gesamten Gebäudekomplexes
- Ausbau der Scheune an der Klosterruine Eldena zu einem Informationszentrum für die Klosteranlage. Derzeit wird die Sanierung geplant, die Umsetzung erfolgt ab April 2010.
- Neubau eines Friedrich-Museums, Erweiterung des Pommerschen Landesmuseums
MVregio Landesdienst mv/hgw
