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Greenpeace protestiert mit Heißluft-Ballon gegen G8-Klimabschluss

08.06.2007: Rostock/MVregio Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat auf die Beschlüsse der G8-Staaten zum Klimaschutz mit einer weiteren spektakulären Protestaktion reagiert

Greenpeace-Aktivisten starteten am Freitagmorgen mit einem Heißluftballon von Rostock-Evershagen in Richtung des G8-Tagungsortes in Heiligendamm. Polizeihubschrauber begleiteten den mit einem Protestplakat beschrifteten Ballon eine Zeitlang, bevor dieser südlich von Elmenhorst landete.

Nach Angaben von Polizeisprecher Olaf Seitlitz hat sich der Ballon auf dem Weg in die Sperrzone im Luftraum über Heiligendamm befunden. Greenpeace zufolge wurden durch das Eingreifen der Polizei im Gegensatz zu dem Einsatz gegen Greenpeace-Schlauchboote auf der Ostsee vom Donnerstag diesmal keine Aktivisten verletzt.

"Diese Aktion drückt symbolisch unsere Kritik an den völlig unzureichenden Beschlüssen der G8-Staaten aus", sagte Greenpeace-Sprecher Björn Jettka auf ddp-Anfrage. "Was gestern beschlossen wurde, ist nichts als heiße Luft." Die Protestaufschrift des Ballons "G8 - Act now" ("G8 - Handelt jetzt!") war von einem weiteren Schriftzug "Failed" ("Gescheitert") quer überschrieben.

"Die Chance zu einem echten Fortschritt war da und ist vertan worden", kommentierte Tobias Münchmeyer, Klimaexperte von Greenpeace, die Abschlussdeklaration des G8-Gipfels am Donnerstagabend. In dem Papier ist nachzulesen, dass die G8-Staaten eine Halbierung der Kohlendioxidemissionen bis 2050 "ernsthaft in Betracht ziehen". Münchmeyer kritisierte: "Die G8 hätte mit ehrgeizigen Verpflichtungen zeigen können, dass sie in der Lage ist, Verantwortung und Vorreiterschaft zu übernehmen. Die G8 haben versagt."

MVregio Landesdienst mv/hro

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Artikel erstellt: 08.06.2007, 11:36, 1936 Anschläge

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