Linkspartei will keine "Karteileichen" von WASG übernehmen
21.06.2007: Schwerin/MVregio Die beiden Nordost-Parteien PDS und Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit (WASG) vollziehen ihren Zusammenschluss
zur "Die Linke" am Wochenende offiziell auf dem Gründungsparteitag in Rostock.
Dann wird auch ein neuer gemeinsamer Vorstand gewählt. Neben den derzeit knapp 6200 Mitgliedern der ehemaligen Linkspartei.PDS gehören dann auch die rund 100 eingetragenen Ex-WASG-Mitglieder zur neuen Partei. Trotz ihrer Unterzahl fühlen sich die Wahlalternative-Vertreter aber gut vertreten.
Alle Ex-WASG-Mitglieder im Nordosten seien vor dem Gründungsparteitag noch einmal angeschrieben und um eine Bestätigung für den Übergang ihrer Mitgliedschaft in die neue Partei gebeten worden, sagte Parteisprecher Kay Spieß. "Wir wollen keine Karteileichen übernehmen", sagte er. Ex-WASG-Landesvorstandsmitglied Christian Jax erwartet, dass 90 Prozent der zuletzt in der WASG verbliebenen Mitglieder aus Mecklenburg-Vorpommern "die Einladung zur Mitarbeit" in der neuen Partei annehmen werden. Von einigen wisse er jedoch, dass sie sich nur mit dem Begriff WASG identifizieren konnten.
Nach heftigen Querelen im WASG-Landesverband hatten sich die meisten Gegner eines Zusammenschlusses mit der Linkspartei.PDS bereits vor Monaten aus der WASG zurück gezogen und ihren Austritt erklärt. Dazu gehörte die Mehrheit der Mitglieder des ehemaligen WASG-Landesvorstandes. Die Nordost-WASG erhielt bei der Landtagswahl 2006 lediglich 0,5 Prozent der Zweitstimmen und scheiterte damit deutlich an der im Landeswahlgesetz verankerten Fünfprozenthürde.
MVregio Landesdienst mv/sn
