Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige:
Anzeige:

Polizeieinsatz in Rostock

18.11.2007: Rostock/MVregio Gestern (17-11-2007) fand im Stadtgebiet von Rostock eine Demonstration statt, bei der es bereits zu Beginn wegen Nichteinhaltung von Auflagen zu Problemen kam.

Die von dem "Antirepressions-Bündnis Rostock" angemeldete Versammlung zum Thema "Gegen Justizwillkür und Überwachungsstaat" begann um 14:00 Uhr am Saarplatz. An der Auftaktkundgebung nahmen zunächst ca. 600 Personen teil.

Noch bevor der Aufzug sich in Bewegung setzen konnte, wiesen der Einsatzführer und die Vertreterin des Rostocker Stadtamtes die Versammlungsleiterin auf die für die Demonstration bestehenden Auflagen hin, wonach die Teilnehmer unter anderem nicht vermummt sein dürfen und die Versammlungsleiterin verpflichtet ist, eigene Ordner zu benennen.

Trotz intensiver Gespräche vor Ort waren zahlreiche Demonstrationsteilnehmer nicht bereit, ihre Vermummung abzulegen. Gleichzeitig stellte sich heraus, dass durch die Versammlungsleiterin keine Ordner vorgehalten wurden.

Aus diesem Grund durfte sich der Demonstrationszug zunächst nicht in Bewegung setzen, was in der Folge zu Unmut bei den wartenden Teilnehmern führte. Trotz der eingesetzten Konfliktmanager der Polizei und deren Versuche, die Situation vor Ort zu beruhigen, kam es gegen 15:00 Uhr zu einer kurzen Auseinandersetzung zwischen den Versammlungsteilnehmern und den Einsatzkräften. Dabei versuchten einige Teilnehmer den Aufzug trotz fehlender Genehmigung in Bewegung zu setzen, indem sie die dort befindlichen Polizeibeamten gewaltsam zur Seite drängen wollten. Die teilweise aggressiven Demonstranten gingen hier sogar gegen die Konfliktmanager vor und schlugen hinter den in der ersten Reihe vorgehaltenen Transparenten mit den Fäusten in Richtung Polizei.

Durch das schnelle und konsequente Handeln der eingesetzten Beamten konnten weitere gewalttätige Auseinandersetzungen jedoch verhindert werden. Ein anderer Ausweichversuch der Demonstranten in Richtung Parkstraße konnte durch die Polizei ebenfalls gestoppt werden.

Im weiteren Verlauf suchten die Konfliktmanager intensiv das Gespräch mit friedlichen Teilnehmern vor Ort und wiesen diese auf die offensive Gewalttätigkeit der Versammlung hin. In der Folge verließen zahlreiche potenzielle Teilnehmer den Versammlungsort und distanzierten sich somit klar von den gewaltbereiten Personen. Letztlich blieben nur noch ca. 350 Versammlungsteilnehmer vor Ort.

Nach diversen weiteren Verhandlungen mit der Versammlungsleiterin wurden die Auflagen entsprechend umgesetzt, indem die erforderlichen Ordnungskräfte benannt wurden und die Vermummung weitestgehend abgelegt wurde. Der Demonstrationszug startete daraufhin gegen 16:00 Uhr und endete gegen 18:00 Uhr auf dem Doberaner Platz.

Auf dieser Strecke fanden vor dem Gebäude der Bundespolizei, der Polizeiinspektion, der Staatsanwaltschaft und des Amtsgerichtes Zwischenkundgebungen statt. Diese verliefen ohne relevante Störungen.

Lediglich auf Höhe des "East Coast Corners" in der Doberaner Straße kam es zu einem Zwischenfall, bei dem Unbekannte ein Feuerwerkskörper (Bengalfeuer) in Richtung eines Hauses warfen, welches sich auf der dem Laden gegenüberliegenden Straßenseite befindet.

Die Polizei war mit ca. 200 Beamten der Landespolizei Mecklenburg - Vorpommern und der Bundespolizei im gesamten Innenstadtbereich im Einsatz.

MVregio Rostock mv/hro

Leserbrief schreiben | Artikel verschicken | Artikel drucken

Artikel erstellt: 18.11.2007, 04:57, 3540 Anschläge

Anzeige:

Nachrichten