Haftbefehl nach Attacke auf ICE-Schaffnerin - Opfer außer Gefahr
08.01.2008: Uelzen/MVregio Nach der Messerattacke auf eine Zugbegleiterin in einem ICE zwischen Hamburg und Hannover schwebt die 46-Jährige nicht mehr in Lebensgefahr. Wie die Lüneburger Polizei am Dienstag mitteilte, wurde gegen den 29 Jahre alten mutmaßlichen Täter Haftbefehl erlassen.
Der Mann hatte anscheinend keine Fahrkarte. Bei der Kontrolle am Montag hatte er der Schaffnerin unvermittelt mit einem Messer in den Bauch gestochen. Ein Bundespolizist, der die Tat beobachtet hatte, stoppte den Zug. Die Frau musste notoperiert werden.
Die Bundespolizei und die Eisenbahnergewerkschaft Transnet sprachen nach der blutigen Attacke von einem Ausnahmefall. Zwar sei das Fahrpersonal der Bahn regelmäßig Pöbeleien und kleineren Handgreiflichkeiten ausgesetzt, grobe Gewalt sei aber selten. "Wir sind erschüttert von dieser Brutalität", sagte der Sprecher der Bundespolizei in Hannover, Ralf Göttner. "Für uns ist das eine neue Qualität, das hat es bisher nicht gegeben." Verbale Bedrohungen von Bahnpersonal gebe es regelmäßig und nach Tritten und Ohrfeigen gegen Schaffner müsse die Bundespolizei öfter anrücken.
MVregio Landesdienst mv/ue
