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Jahresausblick der Metall-Arbeitgeber - Staat und Banken müssen noch Hausaufgaben machen

28.12.2009: Hamburg/MVregio 2010 wird aus Sicht der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie zum Schicksalsjahr für die Unternehmen. "Die Unternehmen haben die heftigste Rezession seit Kriegsende erlebt:

minus 34 Prozent bei den Aufträgen, minus 29 Prozent bei der Produktion, ein historischer Tiefstand bei der Auslastung von unter 70 Prozent. Viele mussten an die Reserven gehen, um trotz allem die Beschäftigung möglichst stabil zu halten", sagt Dr. Thomas Klischan, Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeberverbände NORDMETALL und AGV NORD, in denen gut 500 Metall- und Elektrounternehmen in Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen und Nordwest-Niedersachsen organisiert sind. In den nächsten Monaten bräuchten die Unternehmen jede Unterstützung. Dieser Appell erginge auch an die Gewerkschaften mit Blick auf die Tarifforderungen im neuen Jahr.

Auch wenn die letzte Konjunkturumfrage unter NORDMETALL-Mitgliedern die schlechteste Stimmung seit 12 Jahren zeige, dürfe man die Zuversicht nicht verlieren: "Wer 2009 durchlebt hat und 2010 überlebt, der kann 2011 wieder aufleben", so Klischan. Die meisten Unternehmen hätten das ablaufende Jahr für Produktverbesserungen und Neuentwicklungen genutzt und wertvolle Fachkräfte durch Kurzarbeit für den nächsten Aufschwung gesichert - den müsse man aber erst einmal erreichen: "Die Liquidität ist bei vielen Unternehmen aufgezehrt, das Eigenkapital gesunken. Kredite werden immer teurer, das Auslandsgeschäft springt zwar etwas an, bleibt aber aufgrund des teuren Euro schwierig." Klischan befürchtet daher auch weitere Insolvenzen und Stellenabbau.

Staat und Banken seien gefordert: "Der Gesetzgeber und die Geldinstitute haben eine große Verantwortung dafür, dass im Grunde gut aufgestellte Unternehmen nicht aufgeben müssen." Die Banken hätten die Pflicht zu einer Aufschwung initiierenden Kreditvergabe. Und die Bundesregierung sei aufgefordert, die Spekulation über steigende Beiträge für die Arbeitslosenversicherung zu beenden. Im Gegenteil müsse sie die verlängerte Kurzarbeit weiterhin so günstig gestalten wie in 2009. "In Zeiten, in denen es um jeden Job gehen muss, darf Arbeit nicht teurer werden", so Klischan.

MVregio News Hamburg

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Artikel erstellt: 28.12.2009, 13:07, 2506 Anschläge

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