Mehrere hundert Menschen demonstrieren friedlich gegen Bush-Besuch
13.07.2006: Stralsund/MVr Mehrere hundert Menschen haben am Donnerstag am Rande der Stralsunder Altstadt gegen den Besuch des US-Präsidenten George W. Bush und dessen Politik demonstriert.
"Wir sagen Ihnen deutlich: Sie sind weder in Europa noch in Deutschland willkommen", sagte der Bundestagsabgeordnete der Grünen, Christian Ströbele, bei einer Kundgebung. Auf Transparenten und Flugblättern forderten die Demonstranten Bush auf, seine "kriegerische Politik" einzustellen.
Der stellvertretende Ministerpräsident Wolfgang Methling (Linkspartei.PDS)(Foto links) hat trotz Kritik an einer Kundgebung gegen den Besuch von US-Präsident George W. Bush teilgenommen und dabei die Politik der amerikanischen Regierung attackiert. Der Umweltminister kritisierte in Stralsund die Haltung der USA zum Klimaschutz, deren Umgang mit Kriegsgefangenen sowie deren Außenpolitik. Terror und Krieg schafften keinen Frieden, sagte Methling. Er warf der US-Regierung einen Hang zum Einsatz militärischer Mittel vor. Das sei keine Friedenspolitik.
Abschließend meinte er: "Es kann nicht sein, dass man als ein Minster einer Landesregierung nicht mehr das Recht hat, öffentlich zu seiner Meinung zu stehen, deshalb ist es berechtigt, dass ich heute hier stehe".
Die Proteste hatten am Vormittag nur sehr verhalten begonnen. Ein Großaufgebot der Polizei sicherte die Versammlungsorte und kontrollierte die Demonstranten intensiv. In Bushs Nähe gelangten die Teilnehmer nicht. Die friedliche Kundgebung, zu der ursprünglich rund 5000 Demonstranten erwartet worden waren, begann schließlich mit nur etwa 350 Teilnehmern. Zum anschließenden Demonstrationszug versammelten sich laut Polizei rund 500 Menschen.
MVregio red/hst
