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links-lang.de: Polizeilicher Totalausfall bei Rechtsrock-Konzert lässt Caffiers Pläne gegen Rechts zur Luftnummer verkommen

27.10.2008: Mallentin/MVregio Das Forum links-lang.de kritisiert den fehlenden Polizeieinsatz während eines der größten Rechtsrockkonzerte, welches es bislang in M-V gab. Am vergangenen Samstag (25.10.) hatten bis zu 1.500 Neonazis in Mallentin

den Auftritt der Rechtsrockgruppe "Lunikoff Verschwörung" gefeiert, ohne das die Polizei eingriff. Links-lang.de spricht in diesem Zusammenhang gegenüber den Medien von einem "polizeilichen Totalausfall". Die Unwilligkeit der zuständigen Behörden, gegen das Nazi-Event vorzugehen, sei für Beobachter offensichtlich gewesen. Diese hätten sich im Nachhinein überrascht gegeben.

"Die Grün-Weißen hielten sich zurück, wir hatten eigentlich mit Vorabkontrollen gerechnet aber außer 2 Bullenwannen haben wir weit und breit nichts gesehen", freuen sich Besucher des Konzertes. Weder versuchte die Polizei, die Veranstaltung zu unterbinden, noch gab es die sonst obligatorischen Vorkontrollen, bei denen die Anreisenden auf Waffen oder Straffälligkeit überprüft werden. Stattdessen, so zitiert links-lang.de beobachtende Antifaschisten, hätten vereinzelte Polizisten sich die Zeit mit Kartenspielen vertrieben, Bereitschaftskräfte seien im nahen Grevesmühlen zurückgehalten worden.

Erst als alarmierte Journalisten die Einsatzleitung auf ihr Zurückhaltung angesprochen hätten, wurden erste Maßnahmen eingeleitet. Auf den ungestörten Verlauf des Konzertes hatten sie allerdings keinen Einfluss mehr. Gegenüber der Öffentlichkeit gab die Polizei sich anschließend überrascht: Erst durch die vielen anreisenden Rechten sei man auf das Konzert aufmerksam geworden, heißt es in der Presse, und sei wegen der Kräfteverhältnisse zur Untätigkeit gezwungen worden. Dabei war ein Konzert mit der "Lunikoff Verschwörung" in Mecklenburg-Vorpommern bereits spätestens am Freitag Gesprächsthema in einschlägigen Kreisen im Land. Über einen Auftritt des früheren Landser-Sängers und in der Szene berühmten Michael Regener, zu dem letztendlich 1.500 Neonazis anreisen, werden darüber hinaus neben den Besucher mehrere weitere Tausend Rechte informiert gewesen sein. Sollten die Verfassungsschützer und polizeilichen Rechtsextremismusabteilungen der gesamten Bundesrepublik dies nicht mitbekommen haben, stellt das ihre Profession doch sehr in Frage.

Es ist nicht nur zu fragen, wieso die Weitergabe von Informationen innerhalb der Landespolizei von Mecklenburg-Vorpommern und über die Landesgrenzen hinaus nicht funktioniert hat. "Jegliche neuen Pläne des Innenministers gegen Rechts verkommen zur Luftnummer", kritisiert die Antifa Wismar, "wenn seine Beamten schon jetzt nicht einmal bestehende Gesetze anwenden und Spielräume ausnutzen können."

Mvregio LAndesdienst red/nwm

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Artikel erstellt: 27.10.2008, 16:19, 3120 Anschläge

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