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Krankenkassen laufen Sturm gegen Abwrackprämie für alten Zahnersatz

27.02.2009: Schwerin/MVregio Die von einem Dentallabor in Mecklenburg- Vorpommern kreierte Abwrackprämie für mindestens acht Jahre alten Zahnersatz sorgt für Empörung bei Krankenversicherern.

Der Verband der Ersatzkassen (VDEK) im Land stellte gestern in Schwerin klar: "Ob ein neuer Zahnersatz notwendig ist oder nicht, richtet sich eindeutig nur nach der medizinischen Notwendigkeit."

Das Dentallabor werde eine ultimative Aufforderung erhalten, Vertragsverstöße sofort zu unterlassen. "Der unter Umständen nicht notwendige Austausch eines Zahnersatzes ist nicht nur ethisch fragwürdig, sondern auch eindeutig unwirtschaftlich und geht zu Lasten der Versichertengemeinschaft."

Nach Angaben des Zahntechniklabors sind an der Aktion, die vom 1. März bis Ende August 2009 läuft, etwa 25 Zahnärzte zwischen Neustrelitz, Plau (Kreis Parchim) und Güstrow beteiligt. Dabei bietet das Dentallabor Patienten, die ihren alten Zahnersatz gegen neuen tauschen, eine Geldprämie. Konrad Curth von der Landeszahnärztekammer Mecklenburg-Vorpommern hatte in dem Zusammenhang betont, dass nach wie vor der Arzt die Notwendigkeit einschätzen müsse. Der Leiter der VDEK-Landesvertretung, Karl Nagel, befürchtet, dass Zahnärzte in Versuchung geraten könnten, die medizinische Indikationsstellung etwas "weicher" zu sehen, weil auch sie damit wirtschaftliche Vorteile erzielen könnten.

MVregio Landesdienst mv/sn

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Artikel erstellt: 27.02.2009, 08:29, 1580 Anschläge

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