Fahrzeugbauer schafft 100 neue Arbeitsplätze in Lübtheen
22.12.2005: Schwerin/MVr Lübtheen im Landkreis Ludwigslust bleibt als Produktionsstandort für Fahrzeugteile erhalten.
Die niedersächsische Brüggen-Komponenten-GmbH erwarb die ehemaligen Fahrzeugwerke in der mecklenburgischen Kleinstadt aus der Insolvenz und bewahrt somit 100 Arbeitsplätze vor dem Aus, wie Wirtschaftsminister Otto Ebnet (SPD)heute in Schwerin sagte. In den kommenden zwei Jahre sollen nach Angaben des Unternehmens weitere 100 Jobs entstehen. Gesucht werden ab Mai vor allem Metallbauer, Schweißer, Schlosser und Elektriker.
Der Zulieferer für Transportfahrzeuge investiert am Standort 22,2 Millionen Euro. In einer neuen Fertigungshalle sollen vor allem so genannte Sandwich-Wände für Lkw-Auflieger gefertigt werden. Weitere Hallen sind in Planung. Das Unternehmen begründete die Ansiedlung unter anderem mit den in der Region verfügbaren Fachkräften. Am Stammsitz im niedersächsischen Herzlake wäre es schwierig geworden, qualifizierte Arbeitnehmer zu generieren, sagte Firmenchef Bernhard Brüggen. Ein weiterer Grund für die Investition sei die finanzielle Unterstützung durch das Wirtschaftsministerium.
Zwei Tage nach Bekanntgabe der Ansiedlung einer Großdruckerei mit geplanten 200 neuen Jobs in Rostock-Laage betonte Ebnet, dass auch in diesem Fall Standortvorteile wie kurze Wege und eine investitionsorientierte Verwaltung für Mecklenburg-Vorpommern gesprochen hätten. "Man muss nicht nach Osteuropa gehen, um wettbewerbs- und konkurrenzfähig zu sein", sagte der Minister. Zur Fördersumme wollte der Ressortchef keine Angaben machen.
Brüggen produziert Lkw-Wechselsysteme, Auflieger und Container und ist nach eigenen Angaben mit seinen Produkten europaweit Marktführer. Das Unternehmen mit derzeit 330 Beschäftigten betreibt in Herzlake Europas größte Oberflächenbeschichtungsanlage. Die Jobs am Stammsitz sollen erhalten bleiben.
MVregio Landesdienst mv/lwl
