Wirte beklagen weiter Umsatzeinbußen wegen Nichtraucherschutz
07.03.2008: Schwerin/MVregio Knapp zwei Monate nach dem Inkrafttreten des Nichtraucherschutzgesetzes klagen die Wirte von Ein-Raum-Gaststätten weiter über "dramatische" Umsatzeinbußen.
Einer Umfrage des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) unter 200 Unternehmen zufolge sind vor allem bei Kneipen in Dörfern und Wohngebieten die Erträge um bis zu 30 Prozent gesunken. Überraschend sei der starke Rückgang in Stadtgebieten, sagte Dehoga - Landeshauptgeschäftsführer Uwe Barsewitz am Freitag in Schwerin.
Viele der in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedrohten Wirte hätten daher das Rauchverbot in ihren Lokalen wieder rückgängig gemacht. Die meisten von ihnen haben laut Barsewitz dadurch umgehend deutliche Umsatzzuwächse verzeichnen können.
In der Speisegastronomie sind die Umsätze den Angaben zufolge seit Jahresbeginn hingegen stabil und hätten mitunter im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar leicht zugelegt. Eine Verbindung zum Nichtraucherschutzgesetz sei laut Aussage der befragten Wirte aber nicht erkennbar, sagte Barsewitz.
Der Dehoga will die Befragung in den kommenden beiden Monaten wiederholen. Bereits im Januar hatte eine Umfrage deutliche Umsatzrückgänge in kleineren Lokalen ergeben. Eine vergleichbare Entwicklung spiegelt sich laut Barsewitz auch in Erhebungen anderer Landesverbände wider.
MVregio Landesdienst mv/sn
