Schließung des Güterbahnhofs geplant - Neustrelitz darf nicht abgehängt werden
12.03.2010: Neustrelitz/MVregio Landrat bittet Landesregierung um Hilfe. - Die Deutsche Bahn Schenker Rail Deutschland AG will Ende September dieses Jahres den Güterbahnhof in Neustrelitz schließen.
"Für unseren Landkreis bedeutet das eine deutliche Schwächung der Infrastruktur, die ich als Landrat nicht hinnehmen will", sagte Heiko Kärger. Deshalb habe er an den Vorsitzenden der Schenker AG geschrieben mit dem Ziel, dass die Bahn von diesem Vorhaben Abstand nimmt. "Wenn der Landkreis Mecklenburg-Strelitz an dieser Stelle - im wahrsten Sinne des Wortes - abgehängt wird, geht uns eine Grundlage für die Wirtschaftsentwicklung verloren. Die wenigen Standortvorteile, die wir in unserer Region haben, dürfen nicht auch noch beschnitten werden", so der Landrat.
Problematisch wäre die Schließung des Güterbahnhofs beispielsweise für das Ausbesserungswerk, einen der großen Arbeitgeber in Neustrelitz. Dort werden Schienenfahrzeuge aller Art gebaut und repariert; also ist das Werk auf die Schwerlasttransporte über die Schiene angewiesen. Der kurze Weg über den nahegelegenen Güterbahnhof wäre ab September abgeschnitten. "Das wäre etwa so, als würde einer Werft die Hafenzufahrt trocken gelegt", sagte Kärger. Er habe sich an die Mitglieder des Bundestages, Eckhardt Rehberg und Christoph Poland sowie an die zuständigen Minister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Volker Schlotmann und Jürgen Seidel mit der dringenden Bitte um Hilfe gewandt: Der Neustrelitzer Güterbahnhof muss bleiben.
MVregio Landesdienst mv/mst
