Man muss in Deutschland noch nicht einmal zwangsläufig in Industrie- und Gewerbegebieten unterwegs sein, um das metallische Klackern alsbald unter den Füßen zu spüren: Während sie im eigenen Zuhause aus nachvollziehbaren Gründen nur selten zum Einsatz kommen, sind Gitterroststufen in Außenarealen nach wie vor die bevorzugte Lösung, um Menschen zuverlässig in die Höhe zu bringen. Über die letzten Jahrzehnte hat sich die Branche zudem gewandelt – heute ist dient sie als gutes Beispiel für eine funktionierende, nachhaltige Kreislaufwirtschaft.
Darum gibt es so viele Gitterroststufen
Ihre Bezeichnung tragen sie nicht grundlos: Die Treppen bestehen stets aus mehreren, typischerweise mit beidseitig angebrachten Trägern, während die eigentliche Treppenstufe eine leicht erkennbare Gitterstruktur hat. Sowohl die Träger als auch die eigentliche Stufe werden normalerweise aus Stahl oder Edelstahl hergestellt, weshalb diese Treppenform einerseits mit Langlebigkeit und andererseits Witterungsbeständigkeit punktet.
Parallel dazu gelten Gitterroststufen als rutschfest, haben aufgrund der robusten Bestandsmaterialien eine hohe Tragfähigkeit und sind zugleich noch pflegeleicht. Durch die Gitterstruktur können Wasser und Schmutz abfließen, außerdem sind sowohl Stahl als auch Edelstahl nur schwer entflammbar. Hier zeigt sich der erste Grund, warum diese Treppenformen so weitverbreitet sind: Da sie schwer entflammbar sind, eignen sie sich gut für Notausgänge und Fluchtwege. Die hohe Rutschhemmung ist indes notwendig, um die geltenden Arbeitsschutzgesetze zu erfüllen – die speziell in Industrieanlagen normalerweise Rutschhemmungsklassen vorschreiben.
Der Gesetzgeber hat mit seiner konsequenten DIN-Normung für Gitterroststufen zudem einheitliche Standards geschaffen. Die meisten dieser Stufen müssen bestimmte Standards hinsichtlich des Materials, der Sicherheit und Verarbeitung erfüllen, wie sie beispielsweise die DIN EN ISO 14122 für maschinelle Einrichtungen vorschreibt.
Wo kommen Gitterroststufen zum Einsatz?
Gitterroststufen finden sich an vielen Gebäuden, allen voran dann, wenn die Treppe entsprechend des Bauplans nicht witterungsgeschützt ist. Beispiele gibt es genügend, unter anderem:
- bei öffentlichen Gebäuden
- an Immobilien, die gewerblich oder industriell genutzt werden
- bei Architektenhäusern im modernen/futuristischen Stil
- bei Fluchttreppen und an Notausgängen
In den allermeisten Fällen erfüllen sie allen voran eine rein praktische Funktion, die Ästhetik ist zugegebenermaßen eher zweitrangig. Einige moderne Architekturstile nutzen Gitterrost aber auch, um damit den natürlichen Lichteinfall entsprechend in Szene zu setzen – indem dann beispielsweise die Gitterstruktur einen auffälligen Schatten an der Fassade wirft.
Gitterroststufen und ihre Rolle in der Kreislaufwirtschaft
Stahl und Edelstahl gelten als gute und praxisnahe Beispiele für eine funktionierende, auf Nachhaltigkeit getrimmte Kreislaufwirtschaft. Das Fraunhofer Institut gab im Zuge einer lokalen Studie zuletzt an, dass etwa 95 % des weltweit genutzten Edelstahls am Ende seiner Nutzungsphase wieder recycelt wird – und damit zurück in den Materialkreislauf geht. Damit reduziert sich, wie eine weitere Auswertung verdeutlicht, seit Jahren auch schon die CO2-Bilanz von Stahl und Edelstahl.
Mit Hinblick auf die Gitterroststufen ist das deshalb relevant, weil der Großteil davon entweder aus bereits recyceltem oder künftig noch zu recycelndem Stahl besteht. Gleichermaßen sind Stahl und Edelstahl so robust, dass sie weitaus weniger häufig als beispielsweise Holz erneuert werden müssen. Die mitteleuropäischen Witterungsverhältnisse können Stahl und Edelstahl nur wenig anhaben, aufgrund der hohen Belastbarkeit sind zudem selbst bei jahrzehntelangem Einsatz keine Verformungen zu erwarten.
Den Grundstein dafür legen schon die Hersteller dieser Gitterroststufen. Sie produzieren die Treppen im Regelfall mit unterschiedlichen Tragstufenprofilen, wodurch sich die Stufen individuell auf die zu erwartende Belastung und die späteren Einsatzfelder anpassen lassen. Die Herstellung selbst findet normalerweise wahlweise als Pressverschraubung oder im Schweißpressverfahren statt: Beide Methoden gelten als langlebig und beide Verfahren legen zugleich den Grundstein für die spätere hohe Belastbarkeit.
Gitterroststufen bleiben eine Alternative – allen voran für Unternehmen und die öffentliche Hand
Nur wenige Menschen lieben das klackernde, blecherne Geräusch der Gitterroststufen so sehr, dass sie diese in ihren heimischen vier Wänden nutzen würden. Dafür sind sie aber auch nicht gedacht: Für die Industrie, Gewerbetreibende, Architekten, das Bauwesen und die öffentliche Hand sind sie allen voran eine langlebige, wirtschaftliche und witterungsfeste Option – die dank der praktizierten Kreislaufwirtschaft sogar noch als relativ nachhaltig gilt.
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