Kalte und heiße Kulturen oder Optionen

Als kalte und heiße Kulturen oder kalte und warme Optionen in sehr abstrakt, interkulturellen Modellen entweder ganze Kulturen oder Gesellschaften oder einzelne Kulturelementen in Bezug auf die zugrunde liegende Überzeugung, und die Bereitschaft, als kulturelle und soziale Veränderungen zu klassifizieren. Der Bereich erstreckt sich zwischen den beiden (theoretischen) extreme „kalten“ und „heißen“: Je kälter das Unternehmen auf der Skala, desto ausgeprägter ihren Wunsch, ihre traditionelle Kultur zu bewahren möglichst unverändert verfügt – eine Kultur wird als wärmer, Jo klassifiziert Größer ist ihre treibende Kraft für eine tiefe und schnelle Modernisierung der Gesellschaft. Der kalte Pol in erster Linie nicht-hierarchische und sozial ethnische Gruppen und indigene Völker assimiliert, die nicht permanent Herrscher haben und kaum ausgesprochen Rankings finden (siehe auch soziologische Theorien der vormodernen Gesellschaften). Auf der anderen Seite ist Hotspot der stärkste in der modernen, sozial geschichteten Industriegesellschaft. Das Modell von kalt und warm wird in Strukturstudien der Kulturpsychologie, Ethnologie und Anthropologie sowie in modifizierter Form in Medienwissenschaften verwendet.8er französische Ethnologe Claude Lévi-Strauss schlug 1962 in seiner Arbeit The Wild Thinking vor, Kulturen nach ihrer ideologischen Einstellung zum kulturellen Wandel zu differenzieren. Er hatte herausgefunden, dass „primitive“ und „natürliche“ ethnische Gruppen komplexe soziale Verhaltenssysteme haben, um eine Änderung der besten Praktiken so weit wie möglich zu vermeiden. Um die bisher stark reduzierenden Bedingungen für diese Menschen (primitive, wilde, primitive Menschen) zu vermeiden, schlug er den Begriff kalte Gesellschaft vor. Folglich beschrieb er als eine warme Gesellschaft die modernen Zivilisationen, in denen eine progressive Entwicklung in allen Lebensbereichen charakteristisch ist. Obwohl die Klassifikation von Lévi-Strauss nach wie vor eine reine Zweiteilung (Dikotomie) ist, erstrecken sich insbesondere Jan Assmann und Mario Erdheim später auf ein fließendes Spektrum zwischen zwei Polen.

Sowohl „hot“ als auch „cold“ sind aktiv produzierte Zustände einer Kultur oder Gesellschaft, die durch eine Vielzahl von Mechanismen erhalten werden. Über tausend Jahre haben „kalte“ Gesellschaften gelernt, dass menschengemachte Veränderungen in ihrem Lebensstil unvorhersehbare Gefahren darstellen. Folglich versuchen sie, den kulturellen Wandel in ihrer Gesellschaft zu minimieren und sich an die langsamen und konsistenten Zyklen der Natur anzupassen. Zu diesem Zweck haben sie eine Vielfalt von Riten, Mythen, Traditionen und bleibenden Werten entwickelt, um die stabilen Prozesse des täglichen Lebens weitgehend unverändert zu erhalten. Lévi-Strauss hat den Prozess der Menschlichkeit als „besondere Weisheit“ beschrieben, weil es nicht die Unfähigkeit bestimmter primitiver Kulturen ist, sondern bewusst den Wandel in einer bestimmten Form des kollektiven Gedächtnisses „einfrieren“. Solche Kulturen verletzen die menschliche Erfindung und Innovation (Innovation). Die „heiße“ Gesellschaft hingegen ist auf menschliche Kreativität angewiesen und bemüht sich, die Natur immer mehr an ihre Bedürfnisse anzupassen, indem sie den Fortschritt ständig steigert. Die Reflexion ersetzt die Rituale, ein chronologischer Überblick über die Geschichte ersetzt die Mythen und die Modernisierung ersetzt die traditionelle Tradition. Wissenschaftliches, technologisch und ökonomisch orientiertes Denken wird zur sinnvollen Leitlinie und zum „Motor“ dieser Entwicklung. Laut Lévi-Strauss muss diese Unterscheidung ohne Wert verstanden werden: Die kalten Kulturen sind auch nicht unterentwickelt, und auch die heißen Kulturen haben keinen Entwicklungsvorsprung.

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